Bevor es richtig mit dem Saunabad losgeht, ist neben der organisatorischen Seite (zwei Handtücher, Badeschuhe, Bademantel, Pflegeprodukte etc.) die seelische Einstimmung ebenso wichtig.
Dabei spielt Zeit eine maßgebliche Rolle. Auf keinen Fall sollte man die Sauna aufsuchen, wenn man unter Termindruck ist. Zwei bis drei Stunden sollte man sich schon Zeit nehmen.
Wenn es einzurichten ist..
..sollte man einen festen "Saunatag" pro Woche einplanen. Optimal eignet sich der Vormittag, weil die Entspannung dann noch den ganzen Tag nachwirken kann und die Sauna zugleich anregend wirkt. Da die meisten jedoch um diese Tageszeit beschäftigt sind, eignen sich auch die Abendstunden. So wird mit der Kleidung des Tages alle Last abgeworfen.
Sollten Sie vorher Sport getrieben
oder kurz vorher noch Aufregung im Beruf oder mit der Familie gehabt haben, sollten Sie zunächst sich und Ihren Kreislauf vor dem Saunabad beruhigen. 15 bis 20 Minuten Ruhe vor Badebeginn sind hier die Faustregel, denn der Körper muss unbeeinträchtigt auf die Wärmereize in der Sauna reagieren können.
Wichtig ist in jedem Fall,
dass zwischen der letzten Mahlzeit und dem Saunabad mindestens eine Stunde liegt. Wenn Sie noch kurz vor dem Saunabad Appetit verspüren sollten, können Sie Ihren Blutzuckerspiegel mit einer Kleinigkeit leicht anheben. Das kann eine Schnitte Brot, etwas Süßes oder Obst sein, denn es darf in der Sauna kein Blutzucker-Mangel bestehen.
Bevor das Saunabad beginnt,
wird der Körper gründlich gereinigt (an dieser Stelle bitte noch keine Kaltanwendungen, sondern mit einer angenehmen Temperatur duschen). Die gründliche Reinigung ist nicht nur aus Rücksicht auf die Mitbadenden unverzichtbar, durch die gereinigte Haut ist auch ein besseres Schwitzen gewährleistet. Nach dem Duschen gut abtrocknen. Ausgerüstet mit Badeschuhen, die die Füße zwischen den Saunagängen warm halten und der Hygiene dienen sollen, sowie zwei Handtüchern, kann es losgehen.
Wenn Sie jedoch noch kalte Füße haben,
ist ein Fußbad mit ansteigender Wärme genau das richtige. Dabei ist es wichtig, dass das Wasser Ihren Fuß nur knöchelhoch erreicht. Die Temperatur kann von beginnenden 32°C bis auf max. 43 °C gesteigert werden. Wenn sich auf Ihrer Stirn leichter Schweiß bildet, sollte das Fußbad beendet werden. Mit dem knöchelhohen Fußbad erwärmen Sie ihren gesamten Körper.
Die Sauna: erste Wahl für Ihr Wohlbefinden
Was hat der Mensch vom Saunabaden?
Hektik und Stress des Alltags zerren an unseren Kräften. Negative Umwelteinflüsse machen uns zusätzlich zu schaffen. Gleichzeit müssen wir in Familie und Beruf immer höhere Anforderungen erfüllen. Wer nicht rechtzeitig für Ausgleich sorgt, wird früher oder später den Anforderungen nicht mehr gerecht werden können.
Saunabaden stärkt die Widerstandskraft, wie eine vom Deutschen Saunabund beauftragte Studie belegt.
Ein Quell der Erholung für den ganzen Körper
Die gesundheitlichen Vorteile des Saunabadens sind ebenso vielfältig wie wissenschaftlich erwiesen. Es wirkt stabilisierend auf Herz und Kreislauf und gleicht die verschiedensten negativen Umwelteinflüsse aus. Stoffwechsel und Schweißfunktionen normalisieren sich, und Ihr Immunsystem läuft zur Höchstform auf. Die Sauna deckt einen echten Bedarf der Menschen unserer Zeit. Der tägliche Stress lässt Sie weitgehend kalt, Ihre Nerven kommen zur Ruhe und Ihre Haut wird straffer, klarer und sieht deshalb jünger aus. Das Saunabaden gleicht Auswirkungen nachteiliger Lebensweisen aus und hilft dem Körper, sich zu regenerieren.
Was passiert in unserem Körper?
Der "Clou" am Saunabaden sind die abwechselnden Wärme- und Abkühlreize. Auf starke Wärme reagiert der menschliche Organismus mit Erweiterung der Blutgefäße, um die "Innentemperatur" des Körpers auf 37°C zu halten. Äußere Anzeichen für diesen Prozess sind Haurötung und Schweißabsonderung. Die Bemühungen des Körpers die Körpertemperatur konstant zu halten sind nur teilweise erfolgreich, denn obwohl auf der Körperoberfläche in jeder Minute 10 g Wasser verdunsten, reicht diese Kühlung nicht aus.
Dies mag sich "dramatisch" anhören, ist jedoch für die Saunabadenden ein entspannender Prozess, denn während der 15 Schwitzminuten wird unser Körper in eine positive Notstandssituation versetzt. Die Muskulatur lockert sich und der Geist kann abschweifen und einen "Spaziergang" machen. Auf keine andere Weise kann man in so kurzer Zeit so wirkungsvoll etwas für seine Gesundheit tun.
In der Abkühlphase sollen die erhöhten Temperaturen wieder auf die Ausgangswerte absinken. Dabei vergrößert sich der Sauerstoffgehalt des Blutes. Die wechselnden Warm- und Kaltreize auf der Haut bedeuten für die Blutgefäße ein echtes Training.